Top-Ausbildung im Dresdner Norden
Traditionelles Handwerk und moderne Technik – die Deutschen Werkstätten Hellerau vereinen beides. Für sein Engagement in Sachen Ausbildung wurde das Unternehmen jetzt ausgezeichnet.
Die Hellerauer Werkstätten wurden als „Vorbildlicher Ausbildungsbetrieb“ ausgezeichnet. Das Unternehmen ist nach schwierigen Zeiten wieder auf Erfolgskurs – und setzt weiterhin ganz bewusst auf den Nachwuchs.
Sich für die richtige Ausbildung zu entscheiden, kann durchaus schwierig sein. Einen Top-Ausbildungsbetrieb zu finden auch. Wer Glück hat, dem gelingt beides. Die jungen Männer und Frauen, die bei den Deutschen Werkstätten in Dresden-Hellerau lernen, hatten Glück. Das Unternehmen gehört zu den insgesamt 17 Betrieben in Ostsachsen, die jetzt die Auszeichnung „Vorbildlicher Ausbildungsbetrieb 2024“ erhalten haben.
Für die Werkstätten im Norden der Landeshauptstadt ist die Ehrung gleichsam eine Bestätigung dafür, nach einer schwierigen Phase wieder auf einem guten Weg zu sein. Die Nachwirkungen der Corona-Pandemie, der Ukraine-Krieg und wirtschaftliche Turbulenzen im Kerngeschäft hatten dem Unternehmen im vergangenen Jahr stark zugesetzt. Eine Umstrukturierung, die auch einen Führungswechsel einschloss, waren die Folge. So ist nun der Chemnitzer Dieter Trautzsch neuer Geschäftsführer in Hellerau. Er setzt auf eine
„Optimierung der Abläufe und digitale Innovationen“. „Was Qualität angeht, macht den Deutschen Werkstätten niemand etwas vor. Doch bei unseren Prozessen können wir noch effizienter werden“, schätzt der neue Chef ein. Die Auftragslage sei dank zweier neuer Großprojekte mit einem Gesamtvolumen von 70 Millionen Euro vielversprechend.
Vier Lehrberufe an einem Ort
Die Nachwuchsarbeit steht weiterhin ganz oben auf der Prioritätenliste. „Bei uns geht es nicht nur um Fachwissen und technische Fertigkeiten, sondern auch um handwerkliche Tradition und Werte. Wir wollen nicht nur Fachkräfte ausbilden, sondern junge Menschen für unsere Arbeit begeistern,“ betont Lehrmeister Thomas Redweik. Im vergangenen Sommer begannen acht neue Auszubildende ihre Tischlerlehre; fünf in Dresden-Hellerau, drei am Fertigungsstandort in Großröhrsdorf. Aktuell werden außerdem Industriekaufleute, Fachinformatiker für Systemintegration und Fahrzeuglackierer in den Werkstätten ausgebildet. Darüber hinaus kooperiert das Unternehmen mit der Dualen Hochschule Sachsen und der TH Rosenheim. Insgesamt befinden sich aktuell nach Unternehmensangaben 45 der 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Ausbildung – eine Quote, die in der Branche heraussteche.
Die Auszeichnung der Handwerkskammer bestätigt die Philosophie der Geschäftsführung. Kammerpräsident Jörg Dittrich hatte bei der Auszeichnungsveranstaltung einmal mehr betont, wie wichtig der Nachwuchs für die sächsische Unternehmenslandschaft ist. Die Ausbildung gehöre zur DNA des Handwerks und die ausgezeichneten Dresdner Betriebe bewiesen dies eindrucksvoll. „Mit ihrem beispielhaften Engagement setzen diese Handwerksfirmen hohe Maßstäbe in der Ausbildung. Sie fördern junge Menschen und legen damit den Grundstein, die ganze Branche zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Zudem bieten sie den jungen Menschen hier beste Karrierechancen“, so Dittrich. Die Deutschen Werkstätten als international gefragter Spezialist für individuellen Innenausbauprojekte, Luxusjachten und Privatresidenzen wollen genau das weiterhin tun.
Insgesamt wurden in Dresden folgende Ausbildungsbetriebe ausgezeichnet: Autocenter Dresden GmbH, Deutsche Werkstätten Hellerau GmbH, Elektro Dresden-West Gesellschaft für Elektrotechnik mbh, Haarpflege e.G., HTS Haustechnik & Service GmbH, Jeschke Maler – Bau – Service GmbH, Malerbetrieb Raumkunst Arndt GmbH sowie die Orthopädie- und Rehatechnik Dresden GmbH. Ostsachsenweit wurden 17 Betriebe geehrt.